Interview mit Tim Schlögl und Niklas Betz

Hier mal wieder was Neues aus unserer Interview-Reihe von unserem Beisitzer Walter Biba. Vor kurzem hat er unsere Altenmittlauer EigengewĂ€chse Tim Schlögl und Niklas Betz um Rede und Antwort gebeten. Viel Spaß beim Lesen!

 

1.) Wann und wo hast Du mit dem Fußballspielen begonnen? Haben Dich Deine Eltern dabei unterstĂŒtzt?

Niklas: Mit drei Jahren habe ich schon bei den Bambini mittrainiert. Seit meiner Spielberechtigung (mit 4/5 Jahren) spiele ich fĂŒr den SVA. Mein Vater hat mich immer begleitet und auch unterstĂŒtzt. So ab dem C-Jugend-Alter gab es hin und wieder auch Kritik, das bewegte sich aber immer im Rahmen.

Tim: Auch ich spiele seit den Bambini beim SVA. Mein Vater war mein Trainer von den Bambini bis zur A-Jugend. Mein Vater war auch mein Mentor, dessen Tipps immer hilfreich waren, wenngleich auch manchmal etwas nervig. Manchmal war es auch so, dass das Training erst zu Hause endete. Die UnterstĂŒtzung meines Vaters war immer da.

 

2.) Was wĂŒrdest Du als Dein schönstes „Erlebnis“ wĂ€hrend der Spielzeit in den Jugendmannschaften bezeichnen?

Niklas: Es war nicht immer leicht in diesen Jahren, da wir sehr oft wenige Spieler hatten. Sehr gerne erinnere ich mich an den Sieg im C-Jugend-Pokalfinale gegen Wirtheim. Wir waren schon wĂ€hrend der Runde eher ein spielerisch schwĂ€cheres Team, konnten das aber immer ĂŒber unseren Kampf ausgleichen.

Tim: Wir hatten immer eine „schöne Mannschaft“ und konnten zahlreiche Titel erringen. Ein herausragendes Ereignis war der Aufstieg mit der C-Jugend in die Gruppenliga. Ein Höhepunkt war natĂŒrlich auch der Gewinn der A-Jugend-Kreismeisterschaft. Hier haben wir im letzten Spiel in Altenmittlau in der 90. Minute gegen Höchst/Wirtheim gewonnen.

 

3.) Wie hast Du den Übergang von der Jugend in den Seniorenbereich empfunden/erlebt (z.B. Spieler und Spiele, Training)?

Niklas: Nach der A-Jugend habe ich eine Zeit lang gar nicht gespielt. Erst zur Wintervorbereitung bin ich wieder eingestiegen. Der Übergang war schwerer, als ich es gedacht hĂ€tte: Bei den spielerischen Elementen und auch im  Zweikampfverhalten waren doch erhebliche Unterschiede festzustellen. Die Mitspieler haben mich sehr gut aufgenommen. Geholfen hat dabei auch, dass ich viele schon kannte, da ich in der Jugend öfters auch schon in Ă€lteren Mannschaften mitgespielt hatte.

Tim: Das war ein großer Schritt – auch weil mein Vater zum ersten Mal nicht mehr mein Trainer war. Es war aber auch ein Schritt in die UnabhĂ€ngigkeit. Körperlichkeit und Geschwindigkeit im Spiel waren dann doch schon eine Nummer grĂ¶ĂŸer als in der A-Jugend. Das VerhĂ€ltnis zu den Mitspielern war von Anfang an gut. Besonders gefallen hat mir auch immer der offene Austausch mit den Trainern.

 

4.) Wie ist das mit den „erfahrenen“ bzw. auch „Àlteren“ Spielern, wenn Du im Spiel (auch im Training) mal einen Fehler machst?

Tim: NatĂŒrlich hat man da schon eine gewisse Portion Respekt vor den Ă€lteren/erfahrene  Mitspielern. Auch beim Gemeckere ĂŒber Fehler muss man nicht gleich reagieren, ist ja nie böse gemeint. Hilfreich ist auf alle FĂ€lle, erfahrene Mitspieler an seiner Seite zu wissen, die einem helfen und von denen man auch lernen kann.

Niklas: Teilweise fand ich es schon ĂŒbertrieben, wie bei Fehlern reagiert wurde. Aber vielleicht habe ich das auch nur so empfunden. Es ist aber wichtig, Kritik auch anzunehmen. Wenn man erkennt, dass jemand Ahnung vom Fußball hat, muss man schon mal drĂŒber nachdenken, was er einem so sagt.

 

5.) Tim, dein Vater war ein erfolgreicher Fußballspieler (Oberliga Hessen). Hat Dich der Vergleich mit ihm – wenn es ihn denn gab – genervt?

Man muss das schon anerkennen, dass er in einer höheren Liga gespielt hat. NatĂŒrlich gab es Vergleiche. „Mach mal so viel Druck wie Dein Vater auf dem Platz“, war so eine Version. Aber ich habe das nicht so richtig an mich rangelassen und mich schon gar nicht dadurch beleidigt gefĂŒhlt.

 

6.) Niklas, du bist ein waschechter „Alemeddeler Bub“. Wie empfindest Du das? Merkst Du das z.B. am Verhalten der Zuschauer?

Es ist sehr schön, immer fĂŒr den SVA gespielt zu haben! Sehr wahrscheinlich gibt es im aktuellen Spielerkader des SVA niemanden, der so lange im Verein spielt wie ich. Das macht mich auch ein bisschen stolz. Bei den Zuschauern fĂŒhrt  das nicht zu mehr, aber auch nicht zu weniger Kritik.

 

Vielen Dank an Tim und Niklas fĂŒr die offenen Worte und an unseren Interview-Experten Walter Biba!

Tim Schlögl
Niklas Betz